Anthropic gewährt EU-Cyberagentur ENISA Zugang zu Mythos 5 – nach über drei Monaten Verzögerung
Die EU-Kommission bestätigte am 10.09. über Sprecher Thomas Regnier, dass ENISA Zugang zu Anthropics Mythos 5 erhalten hat und testet. Mythos 5 ging im April 2026 unter „Project Glasswing" zunächst an rund 50 (später ~200) geprüfte Partner zur Suche nach Sicherheitslücken – ein Modell mit erheblichen offensiven Cyberfähigkeiten. Die EU war bislang ausgeschlossen; sie hatte dies, im Zusammenhang mit US-Exportkontrollen, als Benachteiligung eines „vertrauenswürdigen Partners" kritisiert. ENISA hatte laut Euronews zuvor bereits Zugang zu OpenAIs GPT-5.6-Cyber und GPT-6 Astra. Genauer Zugriffsumfang unbelegt; keine deutschlandspezifische Stellungnahme.
Nach über drei Monaten Verzögerung erhält die EU-Cybersicherheitsagentur ENISA offiziell Zugang zu einem der leistungsfähigsten und riskantesten Cyber-KI-Modelle – ein konkreter Testfall dafür, wie die EU mit dual-use-KI von US-Anbietern institutionell umgeht, jenseits reiner AI-Act-Papierregeln.
Quellen
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Welche konkreten Nutzungsbeschränkungen (defensiv/offensiv) gelten für ENISAs Mythos-5-Zugang, und äußert sich Deutschland (BSI) separat zu eigenem Zugang oder eigener Nutzung?