Berlin setzt nach Rhysida-Ransomware-Leck auf KI-gestützte Risikoeinstufung von 1,3 Mio. Dateien
Nach dem Ransomware-Angriff der Gruppe Rhysida auf die Berliner Landesverwaltung (Zugriff 07.–12.08., Lösegeldforderung ca. 30 Bitcoin/2 Mio. Euro, von Berlin abgelehnt) veröffentlichten die Angreifer in zwei Tranchen rund 1,3 Millionen Dateien im Darknet – zuletzt am Wochenende 05./06.09. weitere 550.000–560.000 Dateien. Berlins Chief Digital Officer Florian Hauer erklärte am 07.09. gegenüber heise.de wörtlich, die Daten sollten 'mithilfe von KI-Tools kategorisiert' werden, um eine Risiko-Rangfolge zu erstellen und die sensibelsten Dokumente zuerst zu prüfen. Ein konkretes Tool oder ein Anbieter wurde nicht genannt; eine manuelle Sichtung aller Dateien gilt als nicht praktikabel.
Ein konkretes deutsches Beispiel für praktischen KI-Einsatz in einer Incident-Response-/Datenschutz-Krise: Statt manueller Sichtung von 1,3 Mio. Dateien setzt eine Landesverwaltung auf KI-gestützte Risikopriorisierung – relevant für Unternehmen nach Datenlecks, unabhängig vom AI Act.
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Beobachten, ob Berlin das eingesetzte KI-Tool benennt, ob sich die Berliner Datenschutzbeauftragte zur KI-Methode selbst äußert, und ob weitere Landesbehörden diesen Ansatz nach künftigen Datenlecks übernehmen.