GPT-6 Astra: OpenAIs erstes 'Critical'-Cybermodell zeigt Grenzen der EU-Eingriffsmacht
OpenAI veröffentlichte am 03.09. GPT-6 Astra – Brockman sprach von einem 'generationalen Sprung' Richtung AGI. Astra ist das erste OpenAI-Modell auf der 'Critical'-Schwelle für Cyberfähigkeiten: In Tests fand und nutzte es zwei unbekannte Zero-Day-Lücken in V8 (an Maintainer gemeldet) und kann eigenständig Exploits gegen gehärtete Systeme entwickeln. Die US-Regierung prüfte nur freiwillig, ohne Freigabevorbehalt. Die EU-Kommission hat seit 02.08. eine Evaluierungsbefugnis nach Art. 92 AI Act – sie wirkt nachträglich, ausgelöst durch mangelnde Dokumentation oder einen Alarm des wissenschaftlichen Gremiums, nicht als Vorab-Freigabe. Eine Reaktion von Kommission oder KI-Büro fehlt bisher.
Weder die USA noch die EU können ein Modell wie Astra vor Veröffentlichung stoppen – die EU-Befugnis setzt erst am Markt an, nicht davor. Das zeigt eine strukturelle Lücke genau in dem Systemrisiko-Szenario, für das die AI-Act-Vollzugsstruktur seit August aufgebaut wird.
Quellen
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Beobachten, ob Kommission oder KI-Büro auf Astra reagieren, ob das wissenschaftliche Gremium einen Alarm auslöst, oder ob Astra Teil der bereits laufenden Auskunftsersuchen an 30+ KI-Unternehmen wird.