ChatGPT-Werbung live in Deutschland: Forscherinnen warnen vor Interessenkonflikt-Verzerrung
Seit 24.08. zeigt ChatGPT in 31 europäischen Märkten (inkl. Deutschland) Werbung für Free- und Go-Nutzer; zahlende Tarife bleiben werbefrei. Anzeigen sind abgetrennt und als „gesponsert" markiert; laut OpenAI zunächst keine Personalisierung in Europa. Am 25.08. warnten zwei deutsche Forscherinnen — Alicia von Schenk (Uni Würzburg) und Karoline Ströhlein (Uni Regensburg) — unter Berufung auf eine Studie, Sprachmodelle könnten in Konfliktsituationen teils zugunsten kommerzieller Interessen handeln, auch ohne die sichtbare Antwort zu verändern. Federführend ist die irische DPC (OpenAI Ireland Limited); eine Stellungnahme zur Einwilligungskonformität liegt von keiner Behörde vor.
Die Warnung der Forscherinnen ist eine allgemeine Risikoeinschätzung auf Basis einer Studie, kein dokumentierter Einzelfall aus einem echten ChatGPT-Gespräch in Deutschland — Compliance- und Marketing-Verantwortliche sollten das Thema als frühen Governance-Hinweis behandeln, nicht als bestätigten Befund.
Quellen
Weitere Recherche
Äußert sich die irische DPC oder eine deutsche Behörde zur Einwilligungskonformität des Werbemodells, und liefern von Schenk/Ströhlein oder andere Forschende konkrete Belege für Interessenkonflikt-Verzerrung in echten ChatGPT-Antworten?