WAICO: China gründet mit 29 Staaten eigene globale KI-Kooperationsorganisation – kein EU-Land beigetreten
Auf der World AI Conference in Shanghai warb Xi Jinping am 17.07. für KI-Governance als globale „Sinfonie der Kooperation" statt „Solo eines einzelnen Landes" – eine Spitze gegen US-Exportkontrollen. Einen Tag zuvor unterzeichneten 29 Staaten (u.a. Russland, Belarus, Serbien, Kasachstan, Pakistan, Brasilien) ein Abkommen zur Gründung der World AI Cooperation Organization (WAICO) mit Sitz in Shanghai – kein EU-/EWR-Staat darunter. China kündigte zudem 5.000 KI-Trainingsplätze für Entwicklungsländer an. Mehrere unabhängige westliche Medien werten WAICO als Gegenentwurf zur von USA und EU geprägten KI-Governance-Architektur; eine offizielle EU-Reaktion liegt bislang nicht vor.
Peking positioniert sich mit einer eigenen, EU-freien KI-Allianz als Alternative zur transatlantischen Governance-Architektur – ein Signal, das die EU kaum ignorieren kann, auch wenn eine offizielle Reaktion noch aussteht. Die Frage, wessen Regeln künftig für globale KI-Kooperation gelten, wird konkreter.
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Ob und wie die EU-Kommission auf WAICO reagiert, ob weitere Staaten beitreten, und ob die Organisation praktische Standards oder überwiegend symbolische Kooperation hervorbringt.