Anthropic bestätigt verdeckten China-Erkennungscode in Claude Code, Alibaba verbietet das Tool
Ein Sicherheitsforscher deckte am 30.06.2026 verdeckten Code in Claude Code auf (seit Version 2.1.91, 02.04.2026): Er erkannte anhand Zeitzonen und chinesischer Proxy-Domains China-Sitzungen und markierte sie per Steganografie (verändertes Datumsformat, abweichende Unicode-Apostrophe) serverseitig – ohne Offenlegung. Anthropic bestätigte via X ein im März gestartetes Anti-Missbrauchs-Experiment; die Entfernung wurde am 01.07. gemergt. Parallel wirft Anthropic Alibaba/Qwen vor, über rund 25.000 Fake-Accounts 28,8 Mio. Claude-Interaktionen zur Distillation genutzt zu haben – eine eigene, unabhängig nicht verifizierte Behauptung. Alibaba untersagt ab 10.07. die interne Nutzung von Claude Code.
Für europäische Claude-Code-Nutzer zeigt der Fall, dass auch etablierte KI-Anbieter unangekündigte Tracking-Mechanismen einbauen können – ein Weckruf für Vendor-Assurance, Transparenzprüfung und Data-Processing-Nachweise bei KI-Werkzeugen, unabhängig vom Nutzerland.
Quellen
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Fragen Sie Ihre KI-Tool-Anbieter aktiv nach undokumentierten Tracking- oder Fingerprinting-Mechanismen und verlangen Sie das im Rahmen von Lieferanten-Audits oder ISO/IEC-42001-nahen Assurance-Prozessen.